19. Oktober bis 6. Januar: Raphaela Vogel

Kunsthaus Bregenz: Müde hängen an ihren Enden befestigte Häute von den Wänden. Raphaela Vogel hat Ziegen- und Elchhäute vernäht, bemalt und mit Polyurethan beschwert. Sie zeigen verwilderte gestische Spuren, Gewaltszenen oder flüchtige Gesichter, die wie stumpfe Spiegel von den fast dreieckigen Lederstücken blicken.

 


Raphaela Vogel stellt diese großformatigen Bilder neben raumgreifende Videoskulpturen. Zierliche Gestänge, Plastikplanen und technische Gerätschaften gehören als fixe Bestandteile zu ihren Arrangements. Die Stangen wirken wie Zeichnungen im Raum, die Planen wie amorphe Kulissen und die Apparate wie flackernde Scheinwerfer. Manches scheint beweglich, anderes wird in eine labile Lage oder in heftige Spannung versetzt. Die Teile sind durch Seile verbunden, sie erinnern an Vorgänge physikalischer Transformation. Alu-Traversen schieben sich in den Raum oder bauen sich als Riesenkandelaber zu totalitären Statuen auf. Diese Elemente der technischen Welt stehen im Kontrast zu den Videobildern, die Vogel aus Versatzstücken, Selbstporträts und Drohnenaufnahmen schneidet. Diese Ansichten kreisen, werden gedreht oder gespiegelt. Kaleidoskopische Wirkungen und Schwindel sind die Folge. Eine andere Werkgruppe der jungen Künstlerin umfasst Abgüsse aus Acryl. Es sind meist lebensgroße Skulpturen von Tieren oder einzelne Plastiken, die überdimensionale Ausmaße annehmen. Raphaela Vogel verbindet Skulptur und Video, Raum und Readymade. Ihre Kunst besteht in der physisch erlebbaren Spannung sowie in einem kontrastreichen Spiel aus Imagination und Dimension. Es entwickeln sich kraftvolle und energische Räume, die Fragen zur menschlichen, im Besonderen weiblichen Subjektivität schärfen. www.kunsthaus-bregenz-at

 

26. Oktober bis 4. November: 53. Westallgäuer Kunstausstellung

Löwensaal Lindenberg: Vernissage am 25. Oktober um 20 Uhr, musikalische Gestaltung: TRIOLLAGE, das Trio verführt Sie in eine bunte Klangwelt. Die große Jahresausstellung im Westallgäu zeigt in einem breiten Spektrum das Kunstschaffen aus den Regionen Allgäu, Bodensee und Vorarlberg.


Die Künstler zeigen Werke der Malerei, Plastik und Fotografie, eine Sonderschau ist dem Künstler Werner Specht gewidmet. Am Ende der Ausstellung wird ein Publikumspreis vergeben. Hochkarätige Konzerte begleiten die Kunstausstellung. 106 Künstler haben eingereicht, 67 Künstler sind vertreten, 43 mit Bildern, 9 mit Foto (Video) und 15 Künstler mit Skulpturen. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 15 bis 18 Uhr und
Sonn- und Feiertag 10 bis 18 Uhr.


Rahmenprogramm:
3. November, 10.30 Uhr im Löwensaal: „Jazz- Frühschoppen“ mit den Kerberbrothers Alpenfusion, mitten in der Kunstausstellung. Mittreißende Rhythmen verbinden sich mit Alphorn und Scherrzither, Contemporary Jazzgroove mit Jodler und Hackbrett.
9. November, 19.30 Uhr im Löwensaal-Foyer: „Konzert mit „Christian Willisohn & Herbert Wiedemann“ Pianistentreff an zwei Flügeln, ein begeisterndes Konzert mit Blues – Klassik – Boogie Woogie.
26. Oktober, 11 bis 14 Uhr im Löwensaal-Foyer: “Workshop mit Carin E. Stoller uns Michael Of”. Zeichnen, wir schulen das Auge. Anmeldung bei der Tourist-Info oder VHS Lindenberg (Tel. 08381 92843-10 oder 08381 6260)
2. November, 16 Uhr, Löwensaal-Foyer: „Autorenkreis Federkiel“, Lesung: RückSpiegel

Bis 30. November: Skulpturenprojekt 'Robert Schad – Von Ort zu Ort'

Ein derart großes Kunstprojekt gab es in der Region Oberschwaben und am Bodensee noch nie: Über 60 Skulpturen des international renommierten Stahlbildhauers Robert Schad, 1953 in Ravensburg geboren, sind an mehr als 40 Orten temporär zu sehen. Das Skulpturenprojekt lädt zu einem inspirierenden Dialog zwischen Kunst, Natur und Architektur ein.

»Es führt den Betrachter zu Orten, die ich für die Region kennzeichnend und charakteristisch halte. Es sind Stationen, die geprägt sind durch ihre landschaftliche, geschichtliche, architektonische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Alles zusammen ergibt ein Mosaik, das zu einem neuen Blick auf Oberschwaben animieren soll. «, so Robert Schad.

Der Bildhauer schafft aus massivem Vierkantstahl „Zeichnungen im Raum“. Linien entstehen dabei nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden. Die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in weiten Schwüngen und Bögen plastisch im Raum, die physische Schwere des massiven Stahls ist aufgehoben, die Skulpturen scheinen, „im Raum zu tanzen“. »Meine Skulpturen aus rostrotem massivem Vierkantstahl ziehen sich wie ein roter Faden durchs Land und bringen die unterschiedlichsten Orte in Oberschwaben in Verbindung.« Der öffentliche Raum ist kein Museum, das ist das Spannende an dem Projekt.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ist Schirmherr des Kunstprojektes, das vom Förderverein 'Freundeskreis Skulpturenprojekt Robert Schad 2019 e. V.' organisiert wurde. »Mein Anspruch ist es, denjenigen, die der Skulptur begegnen, einen Impuls zu geben, um sich auf die Reise in ihre ureigene Assoziationswelt aufzumachen«, erläutert Robert Schad die Intension seines künstlerischen Wirkens. »Ich möchte die Augen öffnen. Ich möchte, dass die Leute über sich selber und diese wunderbare Gegend hier nachdenken.« Weitere Informationen www.schad-oberschwaben-skulptur.de

16. September bis 5. November: Gabriele Janker-Dilger

Kreissparkasse Ravensburg: In der Ausstellung „ultraLINES“ präsentiert die Ravensburger Künstlerin Arbeiten der AirLINES- und der ultraLINES-Werkgruppen, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind.


Gabriele Janker-Dilger denkt zeichnerisch: ausschließlich aus linearen Strukturen bestehen ihre raumgreifenden Objekte. Für den Betrachter scheint eine Fülle an farbigen Linien in Schwingung versetzt zu sein, – wie um die wirbelnden Bewegungen des Luftelements aufzugreifen, unter dessen Einfluss sie sich zu ununterbrochen sich verändernden Gebilden zu verschlingen scheinen.