4. Mai bis 3. Februar: Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand

Zeppelin Museum: Ist das Raubkunst? Seit Jahren stellen sich Museen diese brisante Frage mit Blick auf ihre Sammlungen und tauchen oft zum ersten Mal tiefer in die eigene Geschichte ein. Auch das Zeppelin Museum arbeitet seit 2016 in detektivischer Forschungsarbeit die bewegten Geschichten der Kunstwerke seiner Sammlung auf:

Woher kommen die gotischen Skulpturen, die barocken Malereien und Meisterwerke der Klassischen Moderne? Die Sonderausstellung macht Schicksale von Sammlern sichtbar, von geraubten oder verlagerten Kunstwerken und Hetzaktionen der Nationalsozialisten gegen die Moderne Kunst. Kritisch blickt sie aber auch auf Friedrichshafen und den Bodensee als Rückzugsort ehemaliger NS-Größen und ausgeklügelter Händlernetzwerke zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich.

11. Juni bis 9. August: Gert Wiedmaier, “Neue Aussichten”

Sparkassengalerie Ravensburg: Der Künstler zeigt „Gedanken zu einem Werkzyklus: NEUE AUSSICHTEN“ (Projektionen auf Wachs-Annäherung an die Stadt Ravensburg).

Bewusst sich der technischen Klarheit, Präzision und der immer noch schärferen Bilderwelt entgegenstellen, die Motive im Unbestimmten untergehen lassen. Indem sich die Projektionen auf eine Wachstafel auf einem schmalen Grat zwischen Wiedererkennen und Verfremdung bewegen, eröffnen sie einen neuen Blick auf Altbekanntes.
Durch den Entstehungsprozess der Fotografie, in Form von Transformation entsteht eine Distanz zum Motiv. Einerseits erzeugt der Einsatz der Unschärfe, durch das projizierte, normal scharfe Dia auf eine Wachstafel, eine vermeintliche romantische Gegenposition zur hyperscharfen Abbildungswelt, die sich unter anderem in perfekten Bauten aber auch im Wahn der Schönheitsoperation ohne medizinische Indikation immer deutlicher zeigt.
Anderseits schafft Unschärfe einen Freiraum für Uneindeutigkeit und individuelle Interpretierbarkeit.

Bis 26. August: August Macke - Flaneur im Garten der Kunst

Stadtmuseum Lindau: Auch in diesem Frühjahr öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur klassischen Moderne. Mit „August Macke“ wird der wohl beliebteste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts präsentiert.

August Macke – Ein wegweisender Expressionist trotz kurzer Schaffenszeit
August Macke (1887 – 1914) fertigte in einer kurzen Schaffenszeit bahnbrechende Kunstwerke der Klassischen Moderne, bevor er mit nur 27 Jahren im Ersten Weltkrieg an der französischen Front fiel. Mit leuchtenden Farben malte der in Köln und Bonn aufgewachsene Künstler zeitlose und heiter wirkende Kompositionen, die zu den Meisterstücken des Expressionismus zählen. Macke galt die Kunst als Mittel, die Schönheit der sichtbaren Welt zu feiern und seiner „Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“ Ausdruck zu verleihen. Hinzu kommt, dass Macke eine besondere Lebensfreude attestiert wird, und auch er selbst bezeichnete seine Arbeit als ein „Durchfreuen der Natur“. Neben der künstlerischen Arbeit engagierte Macke sich kulturpolitisch und warb für die avantgardistische Kunst seiner Zeit, indem er mehrere wegbereitende Ausstellungen organisierte, darunter 1913 in Bonn die berühmte Schau „Rheinischer Expressionismus“.

Anhand ausgewählter Arbeiten aus den für Macke charakteristischen Themenkreisen beleuchtet die Lindauer Ausstellung zentrale Aspekte seines Werkes. So vereint Macke in seinen Bildern häufig Stadtmilieu und Naturidylle. Die Schau stellt daher sowohl die Bedeutung des modernen urbanen Lebens für August Macke dar - die Flaneure in der Stadt mit ihren Boulevards, Schaufenstern, den Parkanlagen und Zoologischen Gärten - als auch seine häufigen Aufenthalte in der Natur und an ländlichen Orten. Andere Werke nehmen Bezug auf seine Kunstreisen, wie etwa die legendäre Tunisreise mit Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914, sowie auf den Kreis seiner Familie. Hier war sein Auge vor allem auf seine schöne und kluge Frau Elisabeth gerichtet, die für Macke ein „zweites Ich“ und sein liebstes Modell war. Zur Anschauung kommen auch Werke, die Mackes Vorstellungen eines irdischen Paradieses aufzeigen. Ein wichtiger Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms wird auch 2018 bei der Vermittlungsarbeit im Rahmen von Besucherführungen und museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche liegen.
Mit August Macke zeigt das Stadtmuseum Lindau 2018 einen Künstler, der gängige Bildmotive in die Kunstsprache seiner Zeit zu übersetzen und zwischen künstlerischer Tradition und den Innovationen der Moderne zu vermitteln wusste. Nicht der Bruch mit der Kunstgeschichte und ihren Stilen war sein Ziel, sondern die Fortführung zentraler Themen der Bildenden Kunst im neuen Gewand der Moderne, das für Macke ein besonders farbenfrohes sein sollte.

Kurator Roland Doschka holt exquisite Werke nach Lindau
Die Präsentation mit Arbeiten von August Macke ist für den Kurator Prof. Dr. Roland Doschka die ideale Fortsetzung seiner Lindauer Ausstellungsserie zur Klassischen Moderne, die seit 2011 mehr als 400.000 Besucher ins Stadtmuseum gelockt hat. Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum achten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert und wieder Werke aus bedeutenden Privatsammlungen, Museen und Kunststiftungen nach Lindau ausleihen kann.

ÖFFNUNGSZEITEN
Mo bis So: 10 bis 18 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN (max. 25 Personen)
Mo bis So: 10.30 und 14.00 Uhr

GRUPPENFÜHRUNGEN (max. 25 Personen)
Nach Vereinbarung
Tel. 08382 - 260033 (Mo bis Fr)
museum@lindau.de

www.kultur-lindau.de

26. August: August Macke - Flaneur im Garten der Kunst

Auch in diesem Frühjahr öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur klassischen Moderne. Mit „August Macke“ wird der wohl beliebteste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts präsentiert.

August Macke – Ein wegweisender Expressionist trotz kurzer Schaffenszeit
August Macke (1887 – 1914) fertigte in einer kurzen Schaffenszeit bahnbrechende Kunstwerke der Klassischen Moderne, bevor er mit nur 27 Jahren im Ersten Weltkrieg an der französischen Front fiel. Mit leuchtenden Farben malte der in Köln und Bonn aufgewachsene Künstler zeitlose und heiter wirkende Kompositionen, die zu den Meisterstücken des Expressionismus zählen. Macke galt die Kunst als Mittel, die Schönheit der sichtbaren Welt zu feiern und seiner „Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“ Ausdruck zu verleihen. Hinzu kommt, dass Macke eine besondere Lebensfreude attestiert wird, und auch er selbst bezeichnete seine Arbeit als ein „Durchfreuen der Natur“. Neben der künstlerischen Arbeit engagierte Macke sich kulturpolitisch und warb für die avantgardistische Kunst seiner Zeit, indem er mehrere wegbereitende Ausstellungen organisierte, darunter 1913 in Bonn die berühmte Schau „Rheinischer Expressionismus“.

September: Präsentation der neuen Ausstellung „Bildlicht“

Ab Juni im Kunst Museum Ravensburg: Unter dem Titel »Bildlicht« präsentierte das Team vom Kunstmuseum Ravensburg den Pressevertretern das Werk von Hermann Waibel in einer umfassenden Retrospektive.

Im Mittelpunkt seiner über 60-jährigen Auseinandersetzung mit den malerischen Mitteln steht das Licht, es wird zu seinem Lebensthema. Bei dem Versuch, die Immaterialität des Lichtes in einer materiellen Form erfahrbar werden zu lassen, experimentiert Waibel mit unterschiedlichsten Bildträgern – von der planen Leinwand über das Relief zur Erweiterung des Bildes als Skulptur bis hin zur Antithese der Zerstörung gar Verbrennung des Bildes durch Feuer. Parallel zur Einzelausstellung von Hermann Waibel stellt die Ausstellungsreihe »Projektionen« von April bis September 2018 im Erdgeschoss des Kunstmuseums nacheinander vier filmische Arbeiten zeitgenössischer Künstler vor. Der Titel des neuen Formats lässt sowohl die technischen Bedingungen des Mediums Film als auch die Beteiligung des Betrachters, seine individuellen Assoziationen und Erinnerungen, anklingen.