Bis 24. Februar: MARTHA JUNGWIRTH. PANTA RHEI

Kunst Museum Ravensbrug: Mit der Einzelausstellung von Martha Jungwirth (*1940, Wien) präsentiert das Kunstmuseum Ravensburg die bislang umfassendste Ausstellung einer der bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen in Deutschland. Jungwirths farbmächtige Bildwelten oszillieren zwischen gestischer Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Ihre kleinformatigen bis monumentalen Aquarell- und Ölbilder zeigen die Ergebnisse eines komplexen Transformationsprozesses, in dem die wahrgenommene Realität nicht reproduziert, sondern in ein eigenständiges, atmosphärisches Äquivalent aus Farb- und Formkompositionen überführt wird. Die Werkschau umfasst Schlüsselwerke aus den 1970er Jahren bis heute und setzt einen Schwerpunkt bei Jungwirths Aquarellen, deren koloristische Variationsbreite sie von Anbeginn ihres Schaffens auslotet. Anfang 2018 wurde Jungwirth mit dem renommierten Oskar-Kokoschka-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, das die Albertina in Wien in einer Retrospektive vorstellte.

Bis 25. November: LOOT, CRAFT, SURVIVE, REPEAT

Kunsthalle Kempten: Jens Volbach beschäftigt sich mit Formen der zeitgenössischen Bildgenese und untersucht dabei, in welcher Wechselwirkung die allgegenwärtige Flut digitaler Bilder und die tradierten künstlerischen Ausdrucksformen stehen. Dabei setzt er Objekt, Bild und Begriff zueinander in Beziehung, wodurch sich neue Bedeutungsebenen entfalten.

Durch seine Verknüpfung von Malerei und Skulptur mit den neuen Medien erweitert der Künstler die Möglichkeiten von Bildwiedergabe und -repräsentation. In seiner Ausstellung LOOT, CRAFT, SURVIVE, REPEAT verwandelt Jens Volbach die Kunsthalle Kempten in ein komplexes Gefüge aus realem und virtuellen Raum. Seine neu geschaffenen malerischen und filmischen Arbeiten sowie die raumgreifenden Installationen werden in Kombination miteinander zu einem komplexen Bildgefüge, das gegenüber dem Betrachter neue Perspektiven und Betrachtungsweisen ermöglicht.
Zentrales Thema der Ausstellung ist das künstlerische Potenzial von Open-World-Videospielen, Survival Guides und der Prepping-Szene. Dabei deckt der Künstler ästhetische Diskrepanzen und Analogien zwischen der physischen Welt und der digitalen Komfortzone auf.
www.kempten.de/kunsthalle

2. Dezember: Tag des offenen Ateliers mit Gemälde- u. Fotografieausstellung

Bad Wurzach-Eggmannsried: Die Künstler Frieder Bärenweiler (RV) und Mark Döser laden zu ihrem Tag des offenen Ateliers ein - mittlerweile das dritte Mal in dieser Art. Dort präsentieren sie einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens, Werke der Ölmalerei, der Fotografie und farbintensive Arbeiten mit Ölkreide - stilistisch und inhaltlich von stark gegensätzlicher Natur:...

einerseits die symbolträchtigen Ölkreidebilder von Frieder Bärenweiler im Stil des art brut, die den Versuch darstellen, Wunschvorstellungen und innere Gefühlswelten in Einklang zu bringen. Es sind Darstellungen "Schöner Welten", in denen Tier und Mensch, Mann und Frau gleichwertig nebeneinander und füreinander leben. Und andererseits die naturalistischen Ölgemälde, Fotografien und Fotografiken von Mark Döser, einzigartig in Stil und Umsetzung. Analoges trifft auf Digitales!
Lassen Sie sich inspirieren von Kunst zur Adventszeit! Die Künstler freuen sich auf regen und interessierten Besuch! 11 bis 19 Uhr.

Atelier Mark Döser, Mühlenweg 10, 88410 Bad Wurzach-Eggmannsried

30. November: Rüdiger Nehberg: „Querschnitt durch ein aufregendes Leben“

19:30 Uhr, Kulturboden Lindenberg: Rüdiger Nehberg ist ein deutscher Abenteurer, Survival-Experte und engagierter Aktivist für Menschenrechte. Auf seinen Abenteuern war er oft monatelang im Abseits der Welt, galt vereinzelt sogar als verschollen. Dreimal befuhr er den blauen Nil, dreimal überquerte er den Atlantik, mal mit einem Tretboot, dann mit einem Floß.

Er überlebte einen 25-tägigen Fußmarsch durch den brasilianischen Urwald ebenso wie seine legendäre 1 000 km-Wanderung ohne Proviant quer durch Deutschland. Seine anfänglich aus reiner Abenteuerlust unternommenen, entbehrungsreichen Expeditionen nutzte er später, um auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Zu seinen Menschenrechtsaktivitäten zählt u. a. sein Engagement für indigene Gruppen in Brasilien und sein Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

14. Oktober bis 6. Januar: Life is beautiful

Städtische Galerie In der Badstube, Wangen im Allgäu: Der Sammler aus Oberschwaben gibt mit sehr persönlichen Werkzyklen private Einblicke in seinen Fundus zeitgenössischer Kunst. Mit Ölmalerei von Goran Djurovic (1952 Belgrad, lebt in Berlin), die eine starke poetische Strahlkraft besitzt, hinter der sich Abgründiges verbirgt. Figürliche Objekte in Emailmalerei auf Stahl des Malers und Grafikers Moritz Götze (1964 Halle a. d. Saale, lebt in Halle), die einen starken Hang zur Pop Art haben.

Skurriles mit Dada-Status von Jan M. Petersen (1969 Bad Vilbel, lebt in Berlin), der mit seinem „Kunstkaufhaus-Ost“ vertreten ist und parallel zur Sammlung bildhauerische Werke aus Cortenstahl zeigt. David Spiller (1942 Dartfort, Kent-2018 London) als renommierter Pop Art-Künstler mit Vorliebe für die Welt Walt Disneys. Karikaturist, Grafiker und Maler Rainer Weishaupt (1971 Ravensburg, lebt in Ravensburg) mit seinen knallig bunten „Bubbleheads“, die als „Kopffüßler“ Bekanntheit erlangt haben. Die Ausstellung zeigt mit Werken von fünf Künstlern einen Ausschnitt aus der Privatsammlung, ausgewählt von der Städtischen Galerie In der Badstube.