10. Dezember bis 11. März: TEDDY, nur Du allein! Sammlung Ruthild Straub

Wangen, Städtischen Galerie: Ein bäriges Vergnügen! Teddybären gehören zu den besten Freunden vieler Menschen. Große und Kleine lieben die brummeligen Gesellen – gestern wie heute. Die Städtische Galerie In der Badstube macht die kuscheligen, bisweilen auch strubbeligen Vierbeiner zum Thema ihrer Winterausstellung und das in weitläufigen Szenenarrangements.

So bevölkern die plüschigen Stofftiere, die ihren Namen dem einstigen US-Präsidenten Theodore Roosevelt verdanken, die „Bärwaldklinik“ mit Chefarzt Prof. Brinkbär im Operationssaal. In der „Bärenküche“ herrscht emsiges Treiben, während sich andere die Zeit beim „Kartenspiel“ vertreiben. Diese aus dem echten bärigen Leben gegriffenen Szenen vereinen Teddys aller Generationen. Von alten und jungen Bären, von deren historischer, technischer und psychologischer Entwicklung erzählt die Ausstellung – von solchen aus Holz, Kunststoff und Papier und von solchen, die als Christbaumschmuck, als Filmstar und Werbefigur auftreten. Der Sammlerin Ruthild Straub aus Regensburg haben es die Teddys seit ihrer Kindheit angetan. Natürlich ausgelöst durch eine selbst erlebte Geschichte. Heute umfasst ihre Sammlung über 1000 Bären sämtlicher Couleurs. Zusammen mit der Volkskundlerin Esther Gajek aus Regensburg hat sie diese umfängliche Ausstellung gestaltet. Mit von der Partie ist die „TED-GALERIE. Zu bewundern gibt es eine Auswahl an Bildern als Parodien auf Meisterwerke der Weltkunstgeschichte. Künstler Volker Zähme alias „Volker Brummig“ hat die menschlichen Figuren in berühmten Oeuvres durch Teddybären ersetzt. Die Beispiele beweisen auf humorvolle und unterhaltsame Art: Kunstbetrachtung muss nicht trocken sein.Was die Schau zusätzlich bereichert, ist ein breit gefächertes Begleitprogramm mit dem Besuch der Bären-Doktorin und einem Bären-Nähkurs, Lese-Stunden, Malwettbewerb - und den „Promi-Bären“ mit ihren Geschichten von stadtbekannten Persönlichkeiten. Alles näheren Informationen sind im Internet unter www.galerie-wangen.de erhältlich.

Bis 21. Januar: Bernhard Spahn

Städtische Galerie im Schloss, Isny: Landschaften aus 5 Jahrzehnten. Malerei und Grafik: Inspiriert von seinen verschiedenen Studienaufenthalten entstanden Landschaften. Der in Münster geborene Künstler lebte seit 1968 im Allgäu, unweit von Isny. Seine Studienreisen führten ihn unter anderem nach Frankreich, Österreich, auf die Schwäbische Alb und auf die Insel Amrum. Er suchte die Einsamkeit, um ganz in seine neue Umgebung eintauchen zu können, die ihm vorerst fremde Landschaft in all ihren Facetten kennenzulernen und in sich aufzunehmen.

Bernhard Spahn entdeckte in Landschaften oft Figuren. So fanden manchmal Wurzeln oder Steine ebenso monumental und eindrücklich Eingang in seine Landschaften wie Bergmassive.
Seine Handschrift blieb über die Jahre die gleiche, wenn auch eindeutiger, prägnanter und direkter übersetzt.

3. Dezember bis 27. Januar: „Holzschnitt“, Künstler: Martina Geist und Nikolaus Cinetto

Galerie im Kornhaus, Leutkirch: Mit Martina Geist und Nikolaus Cinetto zeigen zwei bedeutende Vertreter des Holzschnitts im süddeutschen Raum in der Winterausstellung in der Galerie im Kornhaus ihre Werke. Die Bildgegenstände der beiden Künstler stammen aus dem naturhaften Bereich, sind aber in der Wirkung ganz unterschiedlich. Bei Martina Geist sind es abstrahierte Arrangements, zusammengesetzt aus Stühlen, Tischen, Früchten und Gläsern, die in kubistischer Manier zu kippen und zu schweben scheinen.

Tiefschwarz flächig, aber von innerer Dynamik durch Grauschattierungen belebt, sind die pflanzlichen Darstellungen von Nikolaus Cinetto, wie Blätter, Blütenstände, Früchte und Samen.
Vernissage: Sonntag, 3.Dezember, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Montag 9 bis 18 Uhr, Mittwoch und Freitag 14 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 12 und 14 bis 19 Uhr
Samstag 10 bis 12 Uhr
Sonntage und Feiertage 15 bis 17 Uhr
Am 24.und 31. Dez geschlossen.

Bis 25. Februar: Krippenausstellung

Kloster Schussenried: Seit zehn Jahren werden im Kloster Schussenried Krippen aus aller Herren Länder ausgestellt. In der Jubiläumsausstellung werden die Themen der Ausstellungen aus den letzten Jahren aufgegriffen – zugleich ergibt sich ein Überblick über die Kulturgeschichte der Krippe.

Die reichen Krippenschätze stammen alle aus einer Schussenrieder Privatsammlung, zusammengetragen von der Sammlerfamilie Schmehle-Knöpfler. Jahr um Jahr können so immer wieder neue originelle, kostbare, anrührende Figuren-Ensembles, oft aus der ganzen Welt, gezeigt werden. Die Vielfalt der süddeutschen Krippen, die bedeutsamen Zeugnisse italienischer Krippenkunst oder fantasievolle Krippen aus Afrika und Südamerika – weltumspannend sind Krippen Zeugnisse christlichen Glaubens und einer gemeinsamen Tradition. Manche Figuren können naiv und unmittelbar erzählen, andere Krippenensembles sind kostbare kunsthandwerkliche Meisterwerke. Sie erzählen von Glaube und Politik, vom religiösen Verständnis und dem Selbstverständnis der Menschen in ihrer Zeit und Kultur. Szenen aus dem Alten Testament, Passions- und Weihnachtsgeschichten, aber auch Alltagsbilder – all dies wird in Krippen dargestellt. In der Ausstellung sind nicht nur raumfüllende Krippenensembles, sondern auch Krippen mit lebensgroßen Figuren, filigrane Kunstwerke aus Elfenbein und Perlmutt oder auch einfache, kleine Krippen aus Pappe und Stroh zu sehen.
Begleitprogramm: Im Jubiläumsjahr ist der Veranstaltungskalender besonders reich bestückt. Unter anderem startet jeden Sonntag um 14 Uhr eine Führung. Viele weitere Führungstermine, für Kinder ebenso wie für Erwachsene, kommen dazu. Konzerte mit Adventsmusik runden das Programm rund um die Sonderausstellung ab. Gleichzeitig sind im Kloster Schussenried zwei weitere Ausstellungen zu sehen. Die spektakuläre Schau „Du bist die Kunst“ mit ihren täuschend dreidimensionalen Mitmach-Bildern und die Ausstellung „Glaskunst im Kloster“.
www.kloster-schussenried.de.

Bis 2. Februar: Krippen & Hüte - weltweit!

Sonderausstellung im Deutschen Hutmuseum: Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. (Lukas 2,7). Nur dieser eine Satz findet sich in der Bibel, in dem die Krippe für das Jesuskind erwähnt wird, aber die Auswirkungen für die Vorstellungskraft der Menschen und die Umsetzung in der Kunst, im Handwerk und im volkskundlichen Kitsch sind enorm.

Krippen und die dazugehörigen Figuren haben ihren festen Platz in der Weihnachtszeit und viele Familien pflegen dazu ihre eigenen Traditionen.
So werden nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt Jahr für Jahr im Dezember kleine Figuren aufgestellt. Sie sind aus Stein gemeißelt, aus Holz geschnitzt, kunstvoll aus Stroh und Blättern geflochten oder aus Papier gefaltet, aus Lehm modelliert oder aus Keramik gegossen und bemalt. Dabei spiegelt sich in ihnen das Leben und der Alltag der Armen, Schwachen und Benachteiligten wieder. Ob in Neapel, der Provence, in Usbekistan oder Thailand, alle Künstler versetzen dabei die Geburt Jesu in ihre eigene Welt und Zeit. Niemand stört sich daran, dass Christus in einer gotischen Marienkirche in Krakau auf die Welt kommt oder der Dorfpfarrer aus der Provence mit zur Krippe eilt. So erschaffen sich die Menschen ein Abbild ihrer eigenen Welt, in die Jesus Christus hineingeboren wird. Selbstverständlich mit der dazu passenden Kleidung und den alltäglichen Kopfbedeckungen.
In der Adventsausstellung zeigt das Hutmuseum Krippen aus vier Kontinenten und die dazu passenden Kopfbedeckungen. Sie behüten und beschützen das Christkind und die Heilige Familie. Im Mitmachbereich kann man seine ganz eigene Krippe basteln, gemeinsam wird der Weihnachtsbaum mit guten Wünschen für die ganze Welt geschmückt, außerdem gibt es ein kleines Quizz.
Öffnungszeiten: Di. bis So., 9:30 bis 17:00Uhr, geschlossen: Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, und Silvester.
Preise: Sonderausstellung: 2 €, Kinder bis 18 Jahre: frei, Kombiticket Sonderausstellung und Dauerausstellung: 6,50 €. www.deutsches-hutmuseum.de