| Die Schwabenkinder und Ravensburg Dauerausstellung im Museum Humpis Quartier |
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Mit Eröffnung des neuen Ausstellungsbereichs im November steht das Museum ganz im Zeichen der Schwabenkinder. Die Schwabenkinder waren 8-14jährige Jungen und Mädchen, die alljährlich im Frühjahr aus den Alpenregionen nach Ravensburg kamen und auf dem zentralen Kindergesindemarkt in der Bachstraße als Hütekinder und Mägde an oberschwäbische Bauern vermittelt wurden. In drei "wundersamen Kammern" erfährt der Besucher vom beschwerlichen Weg der Kinder aus Vorarlberg, Graubünden und Tirol nach Ravensburg, erlebt die beklemmende Situation auf dem Schwabenkindermarkt des 19. Jahrhunderts und macht Bekanntschaft mit Ravensburger Kindheitserlebnissen. Mittels Hörspielen erhält der Besucher Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Kinder. Das Museum Humpis-Quartier ist dabei Teil des grenzüberschreitenden Interreg IV-Projekts "Die Schwabenkinder", das Ausstellungen in Museen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol sowie einen Wanderweg zum Thema Schwabenkinder plant. Auch die bisherige Dauerausstellung "Ravensburger Lebenswelten" ist seit November um die Lebenswelt des Gastwirts Gottfried Rösch erweitert. Der Humpisstuben-Wirt und Bierbrauer repräsentiert das Zeitalter der Industrialisierung. In seinem im ersten Geschoss der Marktstraße 47 eröffneten Speiselokal trafen sich die Honoratioren der Stadt, sein Saal wurde zum Gründungs- und Vereinslokal des Turnvereins. |




