| Editorial |
Szene Kultur online: Ausgabe März 2010Randgruppe Brautpaar
Liebe Leser/innen,wollen wir mal ehrlich sein: bei den neuerlichen Redaktionssitzungen sind ab und zu gelangweilte Gesichter zu sehen. „Schon wieder das Hochzeitsthema", „sind die Leute nicht langsam genervt?", duzend Hochzeitsmessen finden zu Anfang des Jahres statt, und beinahe jede Kegelzeitschrift berichtet über die schönen Traumhochzeiten. „Merkwürdig dieses Ausquetschen eines Themas" denken wir - und machen uns auf Schnellrecherche beim statistischen Bundesamt. Dieses bestätigt uns wie erwartet rückläufige Zahlen bei den Eheschließungen. Die Heiratswilligen werden immer weniger (übrigens auch immer älter). Und diese wenigen lassen sich auch öfter wieder scheiden, denn die Scheidungsrate ist so hoch wie noch nie. Ganz nebenbei haben wir dabei den Begriff „das verflixte 4. Jahr" definiert: Die meisten Scheidungen (Ehen ohne Kinder) gibt es im 4. Jahr. Paare mit Kinder halten immerhin 16 Jahre durch - auch ein neuer Rekord in der Historik des rückläufigen Trends. Doch zurück zum Thema: Warum dann darüber berichten? Die Antwort ist: Die meisten Menschen sind trotzdem heiß auf das Thema! Der Gedanke an die eigene Hochzeit macht Hoffnungen auf den ganz großen persönlichen Event. Die meisten Menschen haben den Drang, einmal im Leben DIE große Party zu feien, oder einmal im Leben der ganzen Welt zu sagen, in wen man gerade verliebt ist. Finanziell leisten kann es sich unsere Generation auch, somit ist es für viele ein to-do auf der Lebensliste. Verführerisch locken die Angebote, wir sehen nur ein kleines bisschen davon auf den folgenden Seiten: Locations von Burg bis Schiff, Fotos von wild bis gezähmt, Kirche oder frei... das Angebot ist groß. Übrigens: Es muss ja auch nicht für ewig sein, die evtl. Scheidung später ist preiswert und einfach wie nie zuvor. Eine rechtskräftige Online-Scheidung, wenn sich die Partner nicht streiten, gibt es schon für gut 1.000 Euro. Trotzdem wünschen wir natürlich allen Heiratswilligen, dass der (ehemals heilige) Bund der Ehe recht lange hält. Heiraten soll aber nicht der einzige Gedanke des Monats sein, wir hoffen, dass der Schnee so schnell wie möglich verschwindet. Zumindest in den tieferen Lagen, denn den Skifahrenr in den Bergen möchten wir den Spaß nicht verderben. Wer den Winter nicht mehr sehen kann, kann sich die Angebote der Bäder und Thermen auf den hinteren Seiten dieser Ausgabe ansehen, denn dort ist jetzt schon Frühling. Oder eine Fahrt zum Tanzfestival Bregenzer Frühling machen, oder die IBO besuchen oder zur Gartenmesse DIGA, oder auf eines der vielen Konzerte... die paar Wochen bis zum echten Frühling können wir ohne Langeweile überstehen! Viel Spaß mit der neuen Ausgabe wünscht Michael Pertl mit Redaktionsteam |
Liebe Leser/innen,



