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Editorial

Die aktuelle Szene Kultur Ausgabe -  August 2010


Der Name macht das Image

Liebe Leser/innen,
TITEL_augustauch nach so vielen Jahren Ausbildungsthema im August wird es uns in der Szene Kultur Redaktion nicht langweilig. Vor allem die Bezeichnungen für die „neuen" Berufe ändern sich: Hätten Sie vor ein paar Monaten gewusst was ein Milchtechnologe macht? Bis vor kurzem nannte man diesen Beruf noch Molkereifachmann/frau. Aus Schriftsetzern wurden Mediengestalter, die Bürokauffrau ist heute Kauffrau für Bürokommunikation, manch Hausmeister nennt sich jetzt Facility Store Manager. Zugegeben, bei einigen Berufen hat sich auch die Tätigkeit verändert, doch bei anderen eben nur das Image. Wenn ein Beruf wegen seines Namens uncool ist, und es Probleme bei der Besetzung der Stellen gibt, wird er eben umbenannt. Wer will gerne Molkereifachmann sein, wo das doch irgendwie nach Kühe melken klingt. Doch „Technologe" hat etwas von Zeitgeist und Qualifikation. Manager hört sich ja auch besser an als „Führer" oder „Leiter", egal ob Salesmanager oder Eventmanager. Bei großen Firmen haben englischsprachige Bezeichnungen so zugenommen, dass Jobvermittler empfehlen, wieder zu einer normalen Sprache zurückzugehen (damit auch die Bewerber wissen, was  eigentlich genau gesucht wird). Übrigens: Am Verwirrendsten finden wir die Sprache der Executive Searcher (auf „altdeutsch": Headhunter), da gibt es Berufsbezeichnungen, die nur noch Insider verstehen. Doch zurück zum Berufsstart: Es gibt in unserer Region noch viele freie Ausbildungsplätze, die interessant und zukunftsfähig sind, zum Beispiel Industriekaufmann/frau. Mehr davon erfahren Sie auf den folgenden Seiten. In diesem Monat hat es auch der Ferienspecial ab Seite 52 in sich: Freizeitprogramme wohin man schaut. Zwischen Allgäu und Bodensee wird soviel geboten, dass man die Wahl der Qual hat. Wenn das Wetter in den Ferien so bleibt wie momentan bei Redaktionsschluss, lohnt sich verreisen wirklich nicht. Geldbeutel und Umwelt tut es auch gut, wenn die Blechlawinen etwas ausdünnen. Einen besonderen Hinweis haben wir noch für Sie: Auch wenn es nichts mit unserer Region zu tun hat, Greenpeace wird 30 Jahre alt und macht im August in einigen Städten Jubiläumsevents (Seite 47). Wer sich an die Anfangszeiten zurückerinnert, weiß noch einige Stationen und Skandale der letzten Jahre. Stellen Sie sich mal vor, wie unsere Welt heute wahrscheinlich aussehen würde, wenn es Greenpeace nicht gäbe. Wir gratulieren und freuen uns über hervorragende Leistungen, gerne unterstützen wir Greenpeace auch in Zukunft! Einen schönen Sommer und viel Spaß mit der neuen Ausgabe wünscht Michael Pertl mit Team